08.12.2016

Damsdorf


Damsdorf als zweitkleinste Gemeinde des Amtsbereiches gehört mit einem Teil seiner Gemarkung zum Naturpark „Holsteinische Schweiz" und hat sowohl umfangreiche Kiesabbaugebiete mit kraterähnlichen Landschaftsteilen, fruchtbares Ackerland, herrliche Wiesen in der Auenniederung und vorwiegend Laubwaldbestand im Landschaftsschutzgebiet „Holm" am Ufer des Stocksees aufzuweisen. Dort liegt auch ortsfern die gemeindliche Badestelle an einem Gewässer, wie man es in Schleswig-Holstein kaum reiner findet.

Geschichte

Die Gemeinde Damsdorf wurde im 14. Jahrhundert erstmals geschichtlich erwähnt.

Wirtschaft

Das gewaltige Fassungsvermögen der zahlreichen Kiesabbaugruben hat den Kreis Segeberg veranlasst, hier seine zentrale Mülldeponie einzurichten und so zur Rekultivierung beizutragen. Der Kiesabbau hat viele Jahre zu einer gesunden Finanzkraft der Gemeinde beigesteuert, die so die Freiwillige Feuerwehr angemessen ausstatten, ein gut ausgebautes landwirtschaftliches Wirtschaftswegenetz schaffen und ein „Dörphus" errichten konnte. Nach wie vor wird in diesem Ort die Eigenleistung in Form von Hand- und Spanndiensten großgeschrieben.

In einem von der EU geförderten Programm hat Damsdorf ab 2003 gemeinsam mit seinen Nachbargemeinden versucht, in einem als „Leben nach dem Kies" bezeichneten Projekt eine geregelte Nachnutzung auf den ehemaligen Kiesabbauflächen zu planen und für die bevorstehenden Abbaugebiete Konzepte zu erarbeiten, wie die Landschaft nach dem Abbau aussehen soll.

Als erste Anfänge sind Pflanzaktionen für Streuobstwiesen durchgeführt worden.

Die Gemeinde ist bemüht, Anlagen für die Erzeugung Erneuerbarer Energie in ihrem Gebiet planerisch zu ermöglichen. So wurde 2012/13 ein über 6 ha großer Solarpark geschaffen und ein Windparkeignungsgebiet ist ausgewiesen.

Leben in Damsdorf

Zur Verbesserung des Wohnwertes hat Damsdorf gemeinsam mit dem Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg die Schaffung eines Breitbandnetzes realisiert.

Die Gemeindevertretung befasst sich mit einer nachhaltigen Ortsgestaltung, um Damsdorf zu einem lohnenswerten Wohnort zu entwickeln.

 

 

Das Wappen der Gemeinde Damsdorf

Für die Wappenbeschreibung gilt folgender offizieller Wortlaut: „Von Silber und Rot schräg links geteilt. Vorn eine aufrechte grüne Damwildschaufel, hinten ein silberner Mühlstein.“ Die Grundfarben des Wappens, Rot und Silber, sind die holsteinischen. Die Damwild-schaufel weist auf den Namen des Ortes, auf die natürliche Land-schaft und den Wildreichtum hin, der Mühlstein auf die Landwirt-schaft, die früher die hauptsächliche Erwerbsgrundlage bildete, und speziell auf die im 18. Jahrhundert entstandene und 1941 abgebrochene Korn- und Graupenwindmühle.

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